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Kellergassen im Weinviertel

Projektleitung: Ao.Univ. Prof. DI Dr. Andrea Rieger-Jandl, Ao.Univ. Prof. DI Dr. Erich Lehner
Team: Marina Graser (Tutorin), DI Christian Kalch,  DI DDr. Huberg Feiglstorfer,
Projektform: Wahlseminar, Bauforschung- und Baudokumentation
Dauer: März – Juni 2016
Aus dem Projekt hervorgegangene Diplomarbeit:
Petra Wegerth:
Strategien zur Erhaltung der Weinviertler Kellergassen, TU Wien, 2015
Marina Graser: Die Raschalaer Kellergasse – Entwicklungsprozess und Sanierung, TU Wien, 2017 (Download: http://repositum.tuwien.ac.at/obvutwhs/content/titleinfo/2081908)

Die Weinviertler Kellergassen haben als wichtige kultur- und architekturhistorische Zeugnisse sowie als Symbole regionaler Identität in den vergangenen Jahren vermehrte Aufmerksamkeit erfahren. Nachdem viele Presshäuser über Jahrzehnte hinweg dem Verfall ausgesetzt waren bzw. meist ohne Rücksichtnahme auf die Materialität oder die Ensemblewirkung zu Weinstuben oder Wochenendhäusern umfunktioniert wurden, braucht es innovative Ansätze, wie mit dieser Substanz in Zukunft umgegangen werden soll.

Das Material Lehm spielt beim Bau der Weinviertler Kellergassen eine besondere Rolle. Der zum Bauen sehr gut geeignete Lösslehm der Region eignet sich einerseits Gut für das Errichten von Negativ-Architektur, sprich das Graben von Kellerröhren, gleichzeitig wurden mit dem Aushubmaterial die sog. Presshäuser oder Vorkappl errichtet. Neben ungebrannten Lehmziegeln kamen dabei auch gebrannte Ziegel zur Anwendung.

Im Hinblick auf den zukünftigen Umgang mit dem `Kulturgut Kellergasse´ wurden folgende Parameter näher untersucht:

  • Eingliederung in die Umgebung: Bezug zu Siedlungsformen, Topografie, Ensemblewirkung
  • Historische Bausubstanz: Typologien von Presshäusern, Baumaterialien (Lehm, Stein, Ziegel..)
  • Nutzung: historische Nutzung, aktuelle Nutzung, mögliche zukünftige Nutzungsszenarien
  • Sanierung: materialgerechte Sanierungsmaßnahmen versus `zu Tode sanieren´
  • Widmung und Bauvorschriften
  • Erhaltungsmaßnahmen: Unterschutzstellung durch das Bundesdenkmalamt, Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe (materielles/immaterielles Erbe)
  • Bedeutungsträger: identitätsstiftende Bedeutung (Innenwahrnehmung), touristische Bedeutung und Imagepflege (Außenwahrnehmung)

Neben der Analyse und Dokumentation wurden vor allem Sanierungskonzepte und zukünftige Nutzungsstrategien erarbeitet.

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